20 Prozent weniger Schüler

Eine Studie skizziert erstmals die Folgen des demographischen Wandels für unser Bildungssystem.Die einbrechende Schülerzahlen setzen vor allem die Hauptschule unter Druck!
Wir werden uns schon sehr bald an andere Eindrücke gewöhnen müssen als an die überfüllten Klassenzimmer: dünn besetzte Schulbänke, dicht gemachte Lehranstalten, ja womöglich das Verschwinden ganzer Schulformen.
In den kommenden 15 Jahren wird sich, unter dem Druck des demographischen Wandels, das deutsche Schulsystem radikal verändern. Das ist die Kernaussage einer gestern vorgestellten Studie der Bertelsmann-Stiftung. Es wird vorausgesagt, dass die Zahl der Kinder und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter zwischen 6- und 18 Jahren bis zum Jahr 2025 von knapp elf Millionen auf künftig neun Millionen zurückgehen wird.
Angesichts eines solchen Aderlasses wird sich der schon spürbare Kampf gerade der weiterführenden Schulen um den Schülernachwuchs noch weiter verschärfen. Viele Lehranstalten werden ihre Mindestgröße trotzdem nicht mehr erreichen und müssen zusammengelegt oder gleich ganz geschlossen werden.
Während die CDU an der Gliederung in Haupt-, Realschulen und Gymnasien festhalten will, fordert die FDP eine regionale Mittelschule. SPD, Grüne und Linke wollen ihrerseits im Falle eines Siegs bei der Landtagswahl im Mai 2010 eine Gemeinschaftsschule einführen. Bis zur Klasse 10 sollen alle Schüler unter einem Dach gemeinsam lernen.
Info-Seite / Quelle: www.rp-online.de








